Stefan Adrian: Der Gin des Lebens. Drinklyrik

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Stefan Adrian, Barkeeper in Berlin, wird für seine charmanten, gereimten wöchentlichen E-Mail-Einladungen geliebt, die mit Cocktailnamen enden und das Weltgeschehen kommentieren. Endlich gesammelt zu lesen, mit Rezepten zum Selbstmixen. Schmissig, komisch und praktisch.

Erschienen im Juni 2014, erscheint als Buch am 14. Juli 2016 mit sechs neuen Rezepten
ca. 95 Seiten auf dem Smartphone
ISBN 978-3-944543-14-7

Erhältlich bei:
Amazon beam buecher.de Google Play Hugendubel iTunes Kobo Thalia und im Buchhandel.

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Inhalt

Es geht um Stil, es geht um die richtige Haltung im Angesicht der Komasäufer und Junggesellenparties, die auf Beer Bikes die Straßen Berlins grölend bevölkern. Einmal die Woche mischt Stefan Adrian in einer Kreuzberger Bar einen Drink des Tages, den er zum Anlass nimmt, um in seiner Mail-Einladung aktuelle Themen Revue passieren zu lassen. Ob Startupszene, Heidegger, die WM oder der Tag der deutschen Einheit, der österreichische Wahl-Berliner verlegt das Bar-Gespräch in seine Inbox. Diese völlig neuartige Literaturform aus Meinung und Klappervers, aus Rezept und Email erweist Klassikern der Drinkkultur etwa dem Sazerac oder dem Manhattan den höchsten Respekt. Gleichzeitig werden auch unbekanntere Mischungen mit nicht minder poetischen Namen ins Rampenlicht gehoben: Dirty Mother, Rusty Nail, Old Cuban. Um mit dem Autor zu sprechen: „Seit Jahrhunderten sind sich Alkohol und Literatur eines der treuesten Gespanne der Weltgeschichte. Es ist eine Liason, deren Resultate oft begnadet sind, häufig desaströs, manchmal einzigartig, manchmal erbärmlich. Was man schreibt, kann man eben nicht immer beeinflussen. Was man trinkt, hingegen schon.“ Die Pflichtlektüre für alle Bonvivants.

„Als Liebhaber von Lyrik, Wortwitz als auch Alkohol eine zu empfehlende Lektüre.
Habe unschlagbar viel geschmunzelt – meine Empfehlung für so einen Preis.“ (Amazon-Rezension von schnitt_lauch)

„Dynamisch, amüsant und praktisch.“ (Mixology)

Anarchy in the https://

Das Internet 20.14: ein Fleckenteppich aus Sicherheitslücken; ein riesiges Mikroskop, über das sich Geheimdienste beugen. Mit einem Wort: No fun at all.
Da denkt man an die mahnenden Worte des romantischen Digital-Utopisten Äther Hoffmann:

Ob http oder https,
das digitale Dasein: Stress!
Ob fishing oder phishing,
die virtuelle Freude: missing!
Einst waren es die Mücken,
jetzt stechen uns die Lücken,
nur eines bringt uns further:
57 verschlüsselte Passwörter!
Die digitale Anarchie:
ein Traum, es gab sie nie,
und doch: Wir legen los,
aber zuerst einen Black Rose!

Black Rose
4 cl Cognac
4 cl Rye
1 cl Grenadine
3 Spritzer Peychaud’s
1 Spritzer Angostura
Alle Zutaten auf Eiswürfeln verrühren und in einen gekühlten Tumbler ohne Eis abseihen. Dekoration: Zitronenzeste.

Der Autor

Stefan Adrian (c) privatStefan Adrian wurde 1975 in Österreich geboren, unweit der ungarischen Grenze und weit entfernt vom nächsten Berg oder dem nächsten Alpental, jedoch sehr nahe an den Weingärten der pannonischen Tiefebene. Erste Erfahrungen mit Alkohol machte er dementsprechend bereits in jungen Jahren mit süßen Beerenauslesen, weniger süßer Wein wurde mit Limonade gestreckt. Seit diesen Tagen hat sich in der Auswahl, vor allem aber in der Kombination der Spirituosen einiges zum Besseren gewendet. Stefan Adrian lebt seit 2002 in Berlin, wo er als Barkeeper und Autor tätig ist. Aktueller Lieblingscocktail: Improved Tequila Cocktail. Im Herbst 2014 erschien sein erster Roman Bluffen über Berlin in den Nullerjahren bei mikrotext.


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