Jan Fischer, Nikola Richter (Hg.): Irgendwas mit Schreiben. Version 2

cover-fischer-richter-irgendwas-mit-schreiben_epubSie waren Youtube-Sternchen, Messeköchin oder Vorband, sie sind Tänzerin, Blogger, Professor: eine vielseitige Sammlung zu Arbeitsstrategien von studierten Autorinnen und Autoren aus den Studiengängen und Schreibkursen in Biel, Hildesheim, Köln, Leipzig, Tübingen, Wien.

Erschienen am 17. Mai 2017
292 Seiten, 17,99€, Taschenbuch, in jeder Buchhandlung bestellbar z.B. bei Kohlibri, auch bei Amazon, Buecher.de, Hugendubel, Osiander, Thalia. Auch als E-Book erhältlich. Lieferbar!
ISBN 978-3-944543-51-2

Mit Beiträgen von Luise Boege, Michael Fehr, Jan Fischer, Martina Hefter, Luba Goldberg-Kuznetsova, Ianina Ilichetva, Florian Kessler, Thomas Klupp, Thorsten Krämer, Jan Kuhlbrodt, Stefan Mesch, Jacqueline Moschkau, Alexandra Müller, N.N., Barbara Peveling, Stephan Porombka, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Rick Reuther, Johannes Schneider, Martin Spieß, Tilman Strasser, Lena Vöcklinghaus, Lino Wirag, Mirko Wenig.

Buchvorstellung & Lesung: 8. Juli, 16.30 Uhr, mit Stefan Mesch und Nikola Richter beim Großen Fest der kleinen Verlage im LCB, Berlin

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Inhalt

Wo werden Schreibende und Schreibenkönnende heute überhaupt noch gebraucht? Wo steigt man in den Berufsalltag als DiplomautorIn ein? Diese Anthologie, bereits 2014 erschienen, machte insbesondere durch den Essay von Florian Kessler „Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn!“ auf sich aufmerksam. Er wurde vorabgedruckt in der ZEIT und entfachte eine breite Literaturdebatte. Wir haben die Sammlung 2017 um viele Positionen erweitert. Nun auch gedruckt erhältlich.

„Die Ehrlichkeit der Aufsätze, die Lakonie und der Humor berührten mich sehr. Und es ist mehr als Schreibschule, vielfach traf ich hinter all dem die Suche nach dem Sinn des Lebens.“ (Tania Folaji, Elektro vs Print)

Universität als ästhetisches Projekt denken. (Stephan Porombka: ALLES mit Schreiben)

Romandebütant: Fast immer geht es nur um Romane. Lyrik und Drama machen zusammen ein Prozent des Absatzes im Buchmarkt aus. Es gibt also ein Erwartungsmonopol. Das wirkt unwillkürlich wie eine Zielvorgabe. Fast jeder Student wünscht sich einen Roman, die meisten versuchen es. Auch wenn man als Lyriker bereits mehrere Bände veröffentlicht hat, gilt die Prosa als Debüt. Auch wer noch nie einen Roman veröffentlicht hat, wird danach gefragt und fühlt sich durch die Frage in die Bedrängnis gebracht, sich zu erklären. Hier offenbart sich die eigentliche Konformität. (Kerstin Preiwuß: Instituts-ABC)

kompromisse
keine kompromissionen
selbstorganisation im sinne von wie halte ich jetzt diese 4 stunden
frontalmonolog aus & beantworte dabei möglichst viele emails
dramaturgie of failure
gruppenchats eskalieren
hashtags und raucherpausen
kritik geben
kritik einstecken
die konsequenzen der kritik der kritik der kritik in einem pool aus
pipiwarmer überforderung ausbaden
dem kinderbecken entsteigen wie venus halbsoffn aus mehreren meeren
merke: metaphern retten keinen text
frontexte
vertraue niemandem, der behauptent für die literatur zu leben
(rick reuther: träume am institut für schlafkunst)

Seit Juli 2017 wird auf dem Blog der Zeitschrift Merkur eine ausführliche Debatte über Sexismus an Schreibschulen geführt, unter anderem auch von Autorinnen dieser Anthologie. Teil 1 mit Shida Bazyar, Alina Herbing, Martin Spieß, Lena Vöcklinghaus und Teil 2 mit Katja Brunner, Katherin Bryla, Özlem Özgül Dündar, Ursula Kirchenmayer, Anke Stelling verlinken wir hier.

Die Herausgeber

Jan Fischer, Jahrgang 1983, aufgewachsen zwischen Bremen und Toulouse. Er studierte zwischen 2003 und 2010 studierte er Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Er ist Gründer und Chefredakteur von zebrabutter.net. Er ist Herausgeber von Air Guitar Heroes. Vom Spielen der Luftgitarre (Blumenkamp Verlag, 2012) und Irgendwas mit Schreiben. Diplomautoren im Beruf (mikrotext, 2014/2017). Er veröffentlichte die E-Books Ihr Pixelherz. Eine Love Story und Audrey und Ariane. Vampirnovelle in Disneyland (beide mikrotext) und Ready in der Hanserbox. Zur Zeit arbeitet er hauptsächlich als freier Autor und Journalist. Außerdem als Teilzeittexter für einen Online-Spielzeughandel in Hannover. Er ist international bekannter Luftgitarrist. http://jan-fischer.blogspot.de, @nichtsneues

Nikola Richter, geboren 1976, ist in Bremen aufgewachsen. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Tübingen, Norwich und an der FU Berlin. Parallel dazu besuchte sie auch Schreibkurse, etwa am Studio Literatur und Theater oder Creative Writing an der University of East Anglia, war Mitglied verschiedener Berliner Lyrikkreise und führte eines der ersten deutschsprachigen literarischen Online-Magazine schriftstelle. 2013 gründete sie den Verlag mikrotext. Veröffentlichungen: diverse.


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