Franzobel: Steak für alle. Der neue Fleischtourismus

978-3-944543-03-1

Dioxin im Schwein, Pferd in der Lasagne, BSE im Rind: Europas fleischparadiesische Zeiten sind vorbei. Der österreichische Autor Franzobel entwirft eine zynische Utopie, in der europäische Steak-Liebhaber „auf eine Kuh“ nach Argentinien fliegen. Ein Aufruf zum Kampf gegen diesen Wahnsinn.

Erschienen im Juni 2013
ca. 60 Seiten auf dem Smartphone
ISBN 978-3-944543-03-1

Erhältlich bei:
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Inhalt

Selbst im Hundefutter sind nur fünf Prozent Fleisch. Franzobel zieht den Umgang mit Lebensmitteln als Beispiel für die Entfremdung der Welt mit sich selbst heran: Die Folge sind „Essnazis“ und „Radikalveganer“, und stigmatisierte Fleischesser buchen Charterflüge in das Land des Tangos und der Grillkultur. Franzobels Ansichten sind gemein, komisch und beklemmend, aber auch eine Verteidigung des guten Geschmacks und des besseren Lebens. Für einen gerechteren Umgang mit (tierischen) Ressourcen.

Da aber alles Verbotene einen Reiz ausübt, wird es nicht nur im Rotlichtmilieu Kinos geben, in denen man Menschen beim Fleischfressen zusehen kann, es werden auch welche verbotene Waren anbieten: Keulen und Lendchen, Rippchen und Haxen. Um die letzten Schlachthöfe werden sich Rotlichtbezirke mit Fleischereien bilden, am Straßenstrich wird man in Netzstrümpfe und Negligés verpackte Rollbraten anbieten, in den Animierlokalen Beinfleisch kochen und bei Beate Uhse gibt es ein aufblasbares Gummisteak mit Kräuterbuttergel. Im Internet stehen Bilder von Fleischwettessen, und eine Reise in ein Land mit gesunden Kühen ist dann so etwas wie der neue Sex-Tourismus.

„Irre komisches Essay.“ (Lucy Fricke, Berliner Morgenpost)

„Sollte vor und hinter der Wursttheke gelesen werden – von uns allen!“ (Hendrik Haase, wurstsack.de)

„Ein Schrei, der zum Lachen bringt. … Wut ist gut. “ (Peter Pisa, Kurier)

Interview über eine neue Bescheidenheit beim Essen (Julia Schilly, Standard)

Der Autor

Foto Franzobel Ausschnitt (c) privatFranzobel, geboren 1967 in Pichlwang, hat das Handwerk der Verwurstung bis zur Meisterschaft erlernt, zieht Dingen gerne die Haut ab und wirft, was ihm unterkommt, in die Pfanne. Er ist einer der populärsten österreichischen Einkocher und mit zahlreichen Preisen bedacht, weshalb er es aber auch nicht billiger gibt. Im Roman „Das Fest der Steine“ (Zsolnay, 2005) hat er seinen Steakausflügen nach Argentinien ein Denkmal gesetzt. Er lebt in Orth an der Donau.


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