Cloudpoesie. Dichtung für die vernetzte Gesellschaft

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Cover_Cloudpoesie_Dichtung_fuer_die_vernetzte_Gesellschaft_mikrotext_KOOKCloudpoesie zeigt, was passiert, wenn das Gedicht seine gedruckte Form verliert, wenn es sich vom Schreibtisch aufmacht ins Mediale, Dialogische, zu Leuten und Künsten. Ist Poesie neu denkbar im permanenten Flow der Zeichen, Kontexte und Horizonte?

Erschienen am 12. Oktober 2016, hg. von KOOK e.V.
Ergebnis einer Workshop-Performance mit Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer, Charlotte Warsen, bearbeitet von Tristan Marquardt
ca. 100 Seiten auf dem Smartphone, mit GIFs
ISBN 978-3-944543-34-5

Erhältlich bei:
Amazon beam buecher.de Google Play Hugendubel iTunes Kobo Thalia Weltbild und im Buchhandel.

Inhalt

KOOK hat sechs AutorInnen eingeladen, Wege kollektiven Dichtens speziell für E-Books auszutesten. Unter Mitarbeit des Publikums wurden ihre Texte in einer literarischen Jam-Session weitergeschrieben, geremixt, gemeinsam performt. Eine erste Version des E-Books wurde von Andrea Nienhaus live am Performance-Abend gebaut. Die aktuelle Version wurde leicht von Tristan Marquardt überarbeitet. Ein Experiment. Mit Textflächen. GIFs. Fluider Dichtung. Und mit verlinkter Rohversion.

Ein Projekt des KOOK e.V. in Kooperation mit der Lettrétage, STILL und mikrotext.

7 Sag mal, was findest du beunruhigender:
a) dass keinesfalls aus Rachen ein Flugzeugträger tritt
b) dass nicht aus abzählbaren Zähnen Jets fliegen, bestückt
a) wenn aus dem Mund von jemand, den du liebtest,
eine Fliege kriecht/gekrochen käme/kröche
b) wenn Hubschrauber über deinem Hausgarten
kreisen und jeden Kürbis einzeln ausleuchten

6 Ich finde das schwierig und beschuldige
1. breit ausgestreutes Laub
2. jedes sorgsam plazierte Blatt auf gemähter Wiese
3. die wunden Zwetschgen
4. die ausgepickten Blütenköpfe an der Pferdeweide
5. den faulen Rosenkohl im Beet mit seinen Zangentierchen drin

5 Aber entschuldige, Listen sind ebenfalls Teil der Methode,
die zu reklamieren war. Sind diese Listen wenigstens priorisiert?
Wieso existieren oben nur zwei Optionen? Es sollten immer
mindestens drei Optionen existieren, analog zur Liturgie.
Andernfalls versagt die Suggestion. Du siehst ja jetzt schon, wie.

Auszug aus: Andreas Bülhoff, Martina Hefter, Georg Leß, Katharina Schultens, Andreas Töpfer, Charlotte Warsen: Cloudpoesie.


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