Arunika Senarath: Diese eine Nacht. Roman

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cover-arunika-senarath-diese-eine-nacht-mikrotext-2016-webLiebe auf den ersten Blick: Amina und Sten laufen sich in Dresden über den Weg. Nach einem romantischen Abend-Dinner in einem Hinterzimmer der Semperoper sehen sie sich öfter. Aber etwas steht zwischen ihnen. Nicht nur Aminas Vergangenheit, sondern auch Stens extreme politische Haltung.

Erschienen im Januar 2017
ca. 700 Seiten auf dem Smartphone für 4,99 EUR, 224 Seiten als Buch für 16,99 EUR
E-Book ISBN 978-3-944543-45-1
Buch ISBN 978-3-944543-46-8

Buch ab 25. Januar erhältlich bei:
Amazon, Buecher.de, Hugendubel, Osiander und natürlich in jeder Buchhandlung

E-Book ab 19. Januar erhältlich bei:
Amazon beam buecher.de Google Play Hugendubel iTunes Kobo Thalia Weltbild und im Buchhandel

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Inhalt

Vor der Kulisse von Dresdens Elb-Barock spielt diese Romeo-und-Julia-Geschichte: Die hübsche und verantwortungsvolle Amina, deren algerischer Vater sich früh davonmachte, und Sten mit den eisblauen Augen, der einer ausländerfeindlichen Gruppierung angehört, prallen immer wieder aufeinander. Ist Sten wirklich der, der er zu sein scheint?  Und was hat er mit der schlimmen Partynacht aus ihrer Schulzeit zu tun, die sie so belastet? Die junge Autorin Arunika Senarath entwirft in ihrem Debütroman ein zeitgenössisches Personal junger Menschen, das zwischen Neustadt und Frauenkirche studiert, liebt, streitet, feiert. Und das vom politischen Ruck nach rechts nicht unberührt bleibt.

Liebe in Zeiten von Pegida … Arunika Senarath belegt mit Diese eine Nacht, dass sie verflixt gut schreiben kann. Anschaulich, atmosphärisch dicht. (Mrs Fraser, Neue Rottweiler Zeitung)

Dresden-Roman. (Peter Thomeyer, BILD Dresden)

Interessantes und kurzweiliges Leseerlebnis. (Mrs Fraser, Lovelybooks)

Bei Interesse an einer Lesung mit der Autorin oder einer Veranstaltung kontaktieren Sie gerne den Verlag.

Wer genauso denkt, ist aufgefordert, sich uns anzuschließen, wer gegen uns, und somit gegen die Wahrheit und gegen ein freies Deutschland ankämpft, wird das Echo auf bittere Weise zu spüren bekommen.
Für unser Land!
Ante Noctem
Das zerknüllte Papier sollte wohl eine Art Flugblatt darstellen. Amina war verwirrt. Was sollten diese seltsamen Vorwürfe und diese Androhung bedeuten? Und was hatte Sten damit zu tun?
Amina verabschiedete sich von Franzi, die sie schließlich wild mit Nicolai knutschend vorgefunden hatte, schnappte sich ihren Parka und verließ die Party. Die kalte, frische Luft tat gut. Auf den Straßen war kein Mensch mehr, obwohl es noch nicht allzu spät war.
Als sie die Straßenbahnhaltestelle erreichte, musste sie verärgert feststellen, dass ihre Bahn ausfiel. Die Anzeigetafel eröffnete ihr dies in einem aggressiv-leuchtenden Satz, der am unteren Rand des Bildschirms eingeblendet wurde. „Das kann doch nicht wahr sein!“, fluchte Amina leise. Aber es half alles nicht, sie würde laufen müssen. Wenn sie sich beeilte, wäre sie in etwas mehr als einer halben Stunde zu Hause.
Also ging sie schnellen Schrittes los, schaute sich nicht um. Sie konnte nicht leugnen, dass ihr etwas unheimlich zumute war. Es war mitten in der Nacht und sie war alleine. Böse Erinnerungen kamen hoch, die sie sofort zu ersticken versuchte. „Es ist alles gut, hier ist keine Menschenseele, du bist gleich daheim“, sagte sie sich im Stillen. Entfernte Männerstimmen. Eine Tür fiel ins Schloss. Panik. Sie ging noch ein bisschen schneller. Vor ihrem inneren Auge erschienen Szenen aus jener einen Nacht, die alles verändert hatte. Eine Gruppe Jungs um sie herum, Gelächter, Alkohol. Zu viel Alkohol.
Ihr Herz begann bei dieser Erinnerung zu rasen, sie musste sich darauf konzentrieren, mit ihren Gedanken nicht abzuschweifen.
Dann hörte sie Schritte hinter sich. Sie wäre am liebsten losgerannt, hielt sich aber zurück und beschleunigte nur ihr Tempo. Die Schritte hinter ihr wurden ebenfalls schneller. „Bitte lass das alles nicht nochmal passieren!“, dachte Amina hektisch atmend.
„Mina!“ Rief es hinter ihr. Die Panik erreichte ihren Höhepunkt, zerschellte dann aber. Es war Alex.
„Hey, was machst du denn hier?“, fragte sie.
„Ich war in der Nähe und habe dich von der Haltestelle losgehen sehen. Du solltest nachts nicht alleine rumlaufen, das kann gefährlich sein.“ Alex lallte leicht, was Amina nun auffiel. Er kam auf sie zu, sah sie seltsam an.
„Du bist ja ganz schön betrunken“, meinte Amina zaghaft. Das unwohle Gefühl stieg erneut an. Es war nur ihr Kumpel Alex, doch sie kannte ihn so nicht, hatte ihn noch nie betrunken erlebt. Er schien mutiger und lockerer zu sein in dieser Verfassung.
„Komm, ich bring dich heim“, sagte er, während er ihr nun unangenehm nahe kam. „Schon gut, Alex, ich komm alleine klar. Deine Bahn fährt ja noch, die müsste in ein paar Minuten kommen. Geh ruhig zurück zur Haltestelle, wir sehen uns Montag in der Uni.“ Sie wandte sich bereits ab, als Alex sie am Arm packte.
„Amina, bleib hier, ich bringe dich nach Hause!“, sagte er erneut in einem bedrohlichen Tonfall und zog sie zu sich.
„Lass mich los!“, schrie Amina, riss sich blitzschnell von ihm und rannte.

Die Autorin

img_6770Arunika Senarath wurde 1993 in Colombo, Sri Lanka geboren und wuchs in einer Kleinstadt in Baden-Württemberg auf. Sie studierte Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden und wohnt in Berlin. Diese eine Nacht ist ihr Debütroman. Sie schreibt an einer Fortsetzung, die demnächst bei mikrotext erscheinen wird.


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