14. September 2017: Stefan Schmitzer auf Fixpoetry über Jan Kuhlbrodts Auseinandersetzung mit Netzliteraturen

Jan Kuhlbrodts neuer Essay Über die kleine Form wurde im Online-Literaturmagazin Fixpoetry besprochen, dann wurde diese Kritik stark angegriffen. Schlussendlich nahm die Chefredakteurin Julietta Fix die Rezension wieder von der Seite.

Solche Vorgänge erlebt man nur im Digitalen. Eine Zeitung könnte eine Seite nicht herausreißen (oder sie müsste eine gesamte Nummer einsammeln und einstampfen). ZeitungsleserInnen könnten ihre Leserbriefe erst zeitversetzt gegenseitig wahrnehmen. Das Netz beschleunigt jegliche Reaktionsketten, wir alle kennen das Lied der E-Mail-Kommunikationslawine in- und auswendig … Aber die digitalen Strukturen erlauben auch Gegenruder. Etwas einmal Gesetztes kann geändert werden:
Nun ist auf Fixpoetry eine neue Rezension erschienen, und die Redaktionsleiterin hat in einem offenen Brief  ihre Herangehensweise erklärt. Der Brief verdeutlicht, wie viel Engagement die Macherinnen und Macher solch vernetzender Webseiten brauchen, in einer Zeit, in der das Bearbeiten von Kommentaren, oft leider auch von verbalem Geballer, immer stärker wird. Vielen Dank an dieser Stelle an Julietta Fix für ihre Arbeit. Ich wünsche ihr, dass ihre Seite weiter so viel Zuspruch und hoffentlich auch mehr monetäre Unterstützung findet.

Es ist übrigens sehr passend, dass gerade der Essay von Jan Kuhlbrodt, der das neue Schreiben und Lesen im Netz, naja, sagen wir mal, feiert, solch Geballer ausgelöst hat.


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